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Ihr Kind zieht sich zurück, schläft schlecht, und nichts scheint mehr Freude zu bereiten? Gerade Jugendliche und junge Erwachsene brauchen oftmals Hilfe, die über familiäre Fürsorge hinaus geht.

Depressionen bei Jugendlichen: Hilfe in Berlin für junge Menschen und ihre Eltern


Die Panorama Klinik Berlin ist eine private psychotherapeutische Tagesklinik in Wilmersdorf und behandelt Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene bis 22 Jahre.

Hält ein sozialer oder emotionaler Rückzug seit Wochen an, kann eine Depression dahinterstecken. Sie ist behandelbar und je früher sie erkannt wird, desto kürzer ist oft der Weg zurück in den Alltag.

Ein Erstgespräch bei uns ist oft noch am selben Tag möglich, spätestens innerhalb einer Woche.

Sie sind selbst zwischen 16 und 22 und erkennen sich in dieser Beschreibung wieder? Dann können Sie sich auch direkt bei uns melden.

Woran Sie eine Depression bei Jugendlichen erkennen


Eine Depression liegt nach den Diagnosekriterien der ICD-10 vor, wenn mindestens zwei von drei Hauptanzeichen über mindestens zwei Wochen bestehen und weitere Beschwerden hinzukommen.

Die drei Hauptanzeichen sind gedrückte Stimmung, Verlust von Interesse und Freude sowie verminderter Antrieb. Bei Jugendlichen zeigt sich die gedrückte Stimmung oft als Gereiztheit statt als Traurigkeit, deshalb wird sie leicht übersehen.

Anzeichen einer Depression im Jugendalter

  • anhaltende Reizbarkeit, Wutausbrüche oder auffällige Gleichgültigkeit
  • Rückzug von Freunden, Hobbys und Familie, oft in Handy und soziale Medien
  • Schlafprobleme, morgens kaum aus dem Bett kommen
  • Leistungsabfall in Schule oder Ausbildung, häufiges Fehlen
  • Kopf- oder Bauchschmerzen ohne körperliche Ursache
  • starke Selbstzweifel, Gefühle von Wertlosigkeit oder Schuld

Treffen mehrere Punkte über Wochen zu, ist ein ärztliches Gespräch sinnvoll. Welche Beschwerdebilder wir im Jugendalter behandeln, lesen Sie auf der Seite für wen unser Angebot gedacht ist.

Jugendpsychiatrie, Jugendpsychotherapie und Psychosomatik

Wir bieten ein ganzheitliches diagnostisches und ein multimodales psychotherapeutisches Angebot an, das individuell auf die bestehenden Probleme, das vorliegende Krankheitsbild und die Bedürfnisse und äußeren Rahmenbedingungen des Jugendlichen oder jungen Erwachsenen abgestimmt wird.

Die Pubertät als kritische Lebensphase kann zu sozialen und emotionalen Unsicherheiten, Ängsten und Konflikten führen. Die pubertätsbedingten körperlichen Veränderungen können das körperliche Selbstbild sowie das Selbstwertgefühl verändern. Auch die sozialen Erwartungen innerhalb der Familie und in der Schule /Berufsausbildung /Studium ändern sich mit zunehmendem Alter und fordern eine aktive Anpassung sowie eine innere emotionale Auseinandersetzung mit der eigenen sozialen Rolle und Identität.

Daneben gibt es die Aufgabe, den schwierigen und häufig konfliktreichen Weg bis zur Entwicklung der eigenen Autonomie - auch alleine - zu gehen. Dieser Weg der Identitätsfindung ist immer und für jeden Menschen herausfordernd und anstrengend, da er auch gegen äußere Widerstände und innere Ängste erfolgen muss. Dieser komplexe bio-psycho-soziale Entwicklungsprozess, der auch als emotionale Nachreifung verstanden werden kann, zielt auf die prozesshafte Verselbständigung und Autonomieentwicklung ab sowie auf das eigene Rollenverständnis in der Familie, der Schule oder der sozialen Peer Group.

Pubertät oder Depression: So unterscheiden Sie beides


Der wichtigste Unterschied ist die Dauer. Stimmungsschwankungen in der Pubertät kommen und gehen, oft innerhalb von Stunden oder Tagen. Eine Depression hält an und erfasst mehrere Lebensbereiche zugleich: Schule, Freundschaften, Schlaf und Appetit.

Achten Sie außerdem darauf, ob Ihr Kind noch an irgendetwas Freude hat. Wer sich nur von den Eltern abgrenzt, trifft sich weiter mit Freunden. Bei einer Depression fällt auch das weg.

Zwei junge Frauen unterhalten sich über ihre Situation

Wie eine Depression bei Jugendlichen festgestellt wird


Die Diagnose stellen Fachärzte oder Psychotherapeuten im ausführlichen Gespräch mit dem jungen Menschen selbst und, bei Minderjährigen, mit den Eltern. Blutwerte oder ein einzelner Test reichen dafür nicht. Fragebögen und Beobachtungen aus der Schule ergänzen das Bild.

Körperliche Ursachen mit ähnlichen Beschwerden, etwa eine Schilddrüsenstörung oder Blutarmut, lassen sich in der Haus- oder Kinderarztpraxis ausschließen.

Bei uns beginnt die Abklärung mit einem Telefonat und dem anschließenden Erstgespräch in der Klinik.

Wie häufig Depressionen sind und was sie auslöst


Im Jugendalter sind etwa acht von 100 jungen Menschen von einer Depression betroffen, so die Zahlen zur aktuellen Leitlinie.

Meist kommen mehrere Belastungen zusammen:

  • Druck in Schule oder Ausbildung
  • Streit oder Trennung in der Familie
  • Mobbing, auch online
  • Liebeskummer und enttäuschte Freundschaften
  • ständiger Vergleich in sozialen Medien

Auch eine erbliche Veranlagung spielt mit, wenn Eltern oder Geschwister schon betroffen waren. Mit Schuld hat eine Depression nichts zu tun, weder beim Kind noch bei den Eltern.

Wenn Kinder den Eindruck vermitteln, nicht mehr leben zu wollen

Nehmen Sie jede Äußerung über Selbstmordgedanken ernst und sprechen Sie Ihr Kind direkt darauf an. Ein offenes Gespräch führt oft bereits zu einer emotionalen Entlastung.

Warnsignale sind neben Äußerungen über den Tod:

  • Starker sozialer Rückzug
  • Gespräche werden nicht mehr zugelassen
  • Starke Gefühle der Hoffnungslosigkeit und andauernde Traurigkeit

Jugendliche mit Suizidgedanken, die sich auf Gespräche einlassen möchten, können wir in der Panorama Klinik Berlin aufnehmen.

Was Sie als Eltern jetzt tun können


Suchen Sie einen ruhigen Moment und sagen Sie, was Ihnen auffällt, ohne Vorwurf. Ein Satz wie „Mir fällt auf, dass du kaum noch rausgehst und ich mache mir Sorgen“ öffnet eher ein Gespräch als eine Aufzählung von Fehlern oder gar Vorwürfe. Hören Sie zu und widerstehen Sie dem Impuls, sofort Lösungen anzubieten.

Lehnt Ihr Kind Hilfe ab, bleiben Sie im Gespräch und machen Sie das Angebot später noch einmal. Viele Jugendliche sind eher bereit, Hilfe anzunehmen, wenn sie beim ersten Telefonat selbst dabei sind und ihre eigenen Fragen stellen können oder möchten vielleicht selbst anrufen. Das ist überhaupt kein Problem.

Welche Behandlung bei Depressionen im Jugendalter hilft


Nach der Leitlinie zur Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen ist Psychotherapie die wichtigste Behandlung. Medikamente können ergänzend dazukommen, wenn Psychotherapie allein nicht ausreicht. Erstmals empfiehlt die Leitlinie auch Sport und Kunsttherapien, und sie empfiehlt, dass Jugendliche und Eltern an Entscheidungen über die Behandlung beteiligt werden.

Welcher Rahmen passt, hängt davon ab, wie stark der Alltag schon leidet:

RahmenPasst, wenn …Alltag
Ambulante PsychotherapieSchule und Alltag noch weitgehend funktioniereneine Sitzung pro Woche
Tagesklinikambulante Hilfe nicht reicht, aber keine Betreuung rund um die Uhr nötig isttagsüber Therapie, abends und am Wochenende zu Hause
Stationäre Klinikakute Gefahr besteht oder Ihr Kind nicht mehr allein zurechtkommtAufenthalt Tag und Nacht

In Berlin nehmen Kliniken für Jugendpsychiatrie Jugendliche oft erst bei akuter Gefahr auf und Wartezeiten von einem halben Jahr sind keine Seltenheit. Für junge Menschen, die mehr brauchen als eine Stunde Therapie pro Woche, ist eine Tagesklinik ein sinnvolles Angebot.

So behandeln wir Jugendliche in der Panorama Klinik Berlin


Im Zentrum unserer Behandlung stehen Gespräche, Medikamente werden bei Bedarf und nach Absprache mit den Jugendlichen eingesetzt.

Jugendliche und junge Erwachsene kommen an fünf Tagen pro Woche in die Tagesklinik und arbeiten in kleinen Gruppen und in Einzelgesprächen. Abends und am Wochenende sind sie zu Hause und erproben dort, was sie tagsüber erarbeitet haben.

Zum Behandlungsplan gehören, je nach Bedarf:

  • Gesprächstherapie mit tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen, systemischen und traumatherapeutischen Anteilen
  • soziales Kompetenztraining und Psychoedukation, also Wissen über die eigene Erkrankung
  • Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation
  • Mal-, Musik- und Gestaltungstherapie sowie Psychodrama
  • Naturheilkunde wie Akupunktur
  • Medikamente nur bei Bedarf, anfangs sehr niedrig dosiert und eng begleitet

Familiengespräche gehören von Anfang an dazu. Welche Themen aus den Einzelgesprächen dort zur Sprache kommen, vereinbaren wir zu Beginn gemeinsam mit dem jungen Menschen und den Eltern. Mit Schule oder Ausbildungsbetrieb stimmen wir uns ab, damit der Wiedereinstieg vorbereitet ist. Einen Überblick gibt unser Leistungsspektrum für Jugendliche, den Ablauf beschreibt das multimodale Behandlungskonzept.

Chefarzt Dr. med. Stefan Hoppe ist ausgebildeter Sozialpädagoge und hat vor seiner ärztlichen Laufbahn in der Jugendhilfe und im Jugendamt gearbeitet. Er kennt die Sicht von Familien und Jugendämtern aus eigener Arbeit. In der Panorama Klinik Berlin haben wir schon viele Jugendliche behandelt. Mit Dr. Hoppe arbeiten Ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologen, Sozialarbeiter und pädagogische Fachkräfte eng zusammen.

Gesprächssituation mit mehreren Teilnehmenden in der Panorama Klinik Berlin

Für wen unser Angebot passt

Unser Angebot für Jugendliche richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren, die sich auf eine Behandlung im Gespräch einlassen möchten. Neben Depressionen behandeln wir in diesem Alter auch Ängste, Essstörungen, Traumafolgen, AD(H)S und die Abhängigkeit von sozialen Medien.

Mit dem 18. Geburtstag wechselt in der Regel die Zuständigkeit von der Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Erwachsenenpsychiatrie. Unser Angebot umfasst die Jahre davor und danach, also die Zeit von Schulabschluss, Ausbildung und Studienbeginn.

Erstgespräch und Kosten


Am Anfang steht ein Telefonat, in dem wir klären, ob die Tagesklinik zur Situation Ihres Kindes passt. Danach folgt das Erstgespräch in der Klinik. Sie erreichen uns montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr unter 0163 863 11 22, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder über das Kontaktformular.

Wir behandeln Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler. Wie weit die private Krankenversicherung oder die Beihilfe eine tagesklinische Behandlung übernimmt, hängt vom Tarif der Versicherung bzw. von den Beihilfevorschriften ab, deshalb lohnt eine Nachfrage vor Beginn.

Sie finden uns in der Badenschen Straße 18 in 10715 Berlin-Wilmersdorf, etwa 300 Meter vom U-Bahnhof Berliner Straße (U7, U9) entfernt. Auch der S-Bahnhof Bundesplatz ist nah. Eigene Parkplätze für Pkw haben wir leider nicht.

Häufige Fragen zu Depressionen bei Jugendlichen


Ab welchem Alter behandelt die Panorama Klinik Berlin Jugendliche?

Ab 16 Jahren, und das Angebot reicht bis 22. Jüngere Kinder behandeln Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Werden die Eltern über die Behandlung informiert?

Eltern sind bei uns von Anfang an einbezogen, in regelmäßigen Familiengesprächen. Welche Inhalte aus den Einzelgesprächen weitergegeben werden, vereinbaren wir zu Beginn gemeinsam mit Ihrem Kind und mit Ihnen.

Was passiert mit der Schule während der Behandlung?

Während der Tagesklinik ist Ihr Kind tagsüber bei uns statt in der Schule. Wir stimmen uns mit Schule oder Ausbildungsbetrieb ab, damit der Wiedereinstieg danach vorbereitet ist.

Mein Kind will keine Hilfe. Was kann ich tun?

Sprechen Sie Ihre Sorge ruhig an und wiederholen Sie das Angebot, ohne Druck zu machen. In einer akuten Krise wählen Sie den Notruf 112 oder den Berliner Jugendnotdienst unter 030 61 00 62.

Die Informationen auf dieser Seite geben den allgemeinen Wissensstand vom September 2026 wieder und ersetzen keine ärztliche Beratung im Einzelfall. Ob eine Behandlung in unserer Tagesklinik für Ihr Kind infrage kommt, klären wir im persönlichen Gespräch.