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Manche Erlebnisse bleiben, auch wenn sie lange vorbei sind.

Bilder drängen sich auf, der Schlaf wird unruhig, und Sie gehen Orten, Tätigkeiten oder Gesprächen aus dem Weg, die daran erinnern.

Traumatherapie für Berlin: Traumata und deren Folgen behandeln in unserer Tagesklinik


Die Panorama Klinik Berlin in Wilmersdorf behandelt Traumafolgen tagesklinisch: tagsüber intensive Therapie, abends und am Wochenende sind Sie zu Hause.

Unser Angebot richtet sich an Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler. Ein Erstgespräch ist oft innerhalb weniger Tage möglich, und was Sie dort erzählen, bestimmen Sie mit. Rufen Sie uns an unter 0163 863 11 22, montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr.

Frau telefoniert mit den Händen im Gesicht auf der Straße sitzend, dahinter ein Helfer und ein verletzter Mann, auf dem Boden Spuren eines Verkehrsunfalls mit einem Auto

Was ist ein Trauma und was sind Traumafolgestörungen?


Ein Trauma ist ein vergangenes oder wiederholt auftretendes Erlebnis, das Ihre Möglichkeiten übersteigt, um es zu bewältigen. Oft geht es um Lebensgefahr, Gewalt oder das Gefühl, völlig ausgeliefert zu sein. Auslöser können ein Unfall, ein Übergriff, ein plötzlicher Verlust oder Belastungen sein, die sich über Jahre wiederholt haben, etwa in der Kindheit.

Viele Menschen verarbeiten ein solches Ereignis – auch je nach Schweregrad – in den ersten Wochen von selbst. Bleiben die Beschwerden über mehrere Wochen bestehen oder tauchen sie erst Jahre später auf, sprechen Fachleute von einer Traumafolgestörung. Die bekannteste ist die Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS.

Viele Patienten kommen zu uns, weil sie erschöpft, ängstlich oder niedergeschlagen sind, und erst im Gespräch zeigt sich ein Trauma als Ursache. Ist aus der Belastung eine Depression geworden, finden Sie mehr auf unserer Seite Hilfe bei Depressionen.

Woran Sie Traumafolgen erkennen: PTBS und komplexe PTBS


Eine PTBS zeigt sich an drei Kernbeschwerden, die über mehrere Wochen anhalten:

  • Wiedererleben: Das Ereignis kehrt als Bild, Geräusch oder Albtraum zurück, als würde es gerade noch einmal passieren.
  • Vermeiden: Sie meiden Orte, Menschen oder Gedanken, die an das Erlebte erinnern.
  • Ständige Alarmbereitschaft: Sie schrecken leicht auf, schlafen schlecht und können sich kaum konzentrieren.

Manche Betroffenen erleben außerdem, dass sie sich selbst oder ihre Umgebung zeitweise wie durch eine Glasscheibe (also von außen betrachtet) wahrnehmen. Fachleute nennen das Dissoziation.

Die komplexe PTBS ist in der ICD-11 der WHO eine eigene Diagnose. Sie entsteht meist nach lang andauernden oder wiederholten Belastungen, denen man kaum oder gar nicht entkommen konnte oder kann. Zu den Kernbeschwerden der PTBS kommen dann drei weitere hinzu:

  • anhaltende Mühe, starke Gefühle zu regulieren
  • ein negatives Bild von sich selbst, oft mit Scham oder Schuld
  • Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen und zu halten

In Deutschland werden Diagnosen noch nach der älteren ICD-10 erfasst, die für die komplexe PTBS keinen eigenen Code kennt.

Wie Traumatherapie wirkt: Stabilisierung, Bearbeitung, Integration


Traumatherapie soll Ihnen helfen, das Erlebte als Vergangenheit einzuordnen, damit es Ihren Alltag nicht länger bestimmt. Sie verläuft meist in drei Phasen, die sich überschneiden können:

1. Stabilisierung

Sie lernen, Anspannung, Erinnerungen und starke Gefühle zu steuern und finden Halt im Alltag.

2. Bearbeitung

Mit therapeutischer Begleitung wenden Sie sich dem belastenden Erlebnis zu, in einem Tempo, das Sie mitbestimmen.

3. Integration

Das Erlebte bekommt einen Platz in Ihrer Lebensgeschichte. Ziel ist, dass Sie wieder in Ihren Alltag zurückfinden.

Nach der aktuellen S3-Leitlinie zur PTBS (AWMF-Registernummer 155-001) steht eine traumafokussierte Psychotherapie im Mittelpunkt der Behandlung. Medikamente gelten dort als Behandlung der zweiten Wahl. Ob und wie viel Stabilisierung vorher nötig ist, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Sie müssen in der Therapie nicht alles erzählen, schon gar nicht am Anfang. Auch in der Gruppe bestimmen Sie mit, was Sie teilen.

Welche Verfahren kommen zum Einsatz?


Zu den Verfahren, die wir in der Traumatherapie einsetzen, gehören EMDR, IRRT und imaginative Methoden. Welches davon für Sie passt, hängt von Ihren Beschwerden und Ihrer Vorgeschichte ab.

VerfahrenWorum es geht
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)Sie erinnern sich an das Erlebnis, während Ihre Augen einer Hand- oder Lichtbewegung folgen. Ziel ist, dass das Gehirn die Erinnerung neu einordnet und sie weniger belastet.
IRRT (Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy)Sie gehen belastende Erinnerungsbilder in der Vorstellung noch einmal durch und verändern das Bild so, dass Sie darin nicht mehr ohnmächtig sind.
ImaginationInnere Bilder wie ein sicherer Ort helfen Ihnen, Abstand zu gewinnen und sich zu beruhigen.

EMDR ist seit einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von 2014 bei Erwachsenen mit PTBS in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen. Die Anerkennung gilt für EMDR als Baustein innerhalb eines umfassenden Behandlungskonzepts, so wie wir es einsetzen.

Zur Behandlung gehören außerdem:

  • Einzel- und Gruppenpsychotherapie
  • körpertherapeutische und non-verbale Methoden
  • Entspannungsverfahren und Stressregulation
  • ärztliche Diagnostik und psychiatrische Begleitung

Welche Behandlungsfelder unsere Tagesklinik außerdem abdeckt, sehen Sie in der Übersicht.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Situation

Ambulant, Tagesklinik oder stationär: Welche Behandlungsform passt?


Eine Tagesklinik passt, wenn eine Therapiestunde pro Woche nicht (mehr) reicht, Sie aber abends und am Wochenende zu Hause gut aufgehoben sind. Sie liegt zwischen ambulanter Psychotherapie und einem Klinikaufenthalt mit Übernachtung.

AmbulantTagesklinikStationär
Intensitätmeist eine Sitzung pro WocheTherapie an fünf Tagen pro WocheTherapie und Betreuung „rund um die Uhr“
Übernachtungzu Hausezu Hausein der Klinik
Alltagläuft weiterabends und am Wochenendepausiert

Was Sie tagsüber erarbeiten, erproben Sie noch am selben Abend in Ihrer gewohnten Umgebung. Brauchen Sie dagegen Schutz rund um die Uhr oder ist Ihr Zustand gerade sehr instabil, kann zuerst eine andere Behandlungsform sinnvoll sein. Wenn wir einen anderen Weg für besser halten, sagen wir Ihnen das offen.

Steht eher eine Lebenskrise im Vordergrund als die Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis, lesen Sie auch unsere Seite zur Lebenskrise.

So läuft die Behandlung in der Panorama Klinik Berlin ab


Der erste Schritt ist ein Telefonat. Darin klären wir gemeinsam, ob ein Erstgespräch bei uns der richtige nächste Schritt ist. Manchmal ist das Erstgespräch noch am selben Tag möglich.

Im Erstgespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Vorgeschichte und Ihre Beschwerden. Nach der ärztlichen Abklärung besprechen wir, ob die Tagesklinik für Sie passt und wann Sie beginnen können. Eine feste Behandlungsdauer nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich nach Ihrem Verlauf richtet. Wir legen sie nach dem Erstgespräch mit Ihnen gemeinsam fest.

In der Tagesklinik kommen Sie an fünf Tagen pro Woche zu uns. Ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Psychologen und Therapeuten begleitet Sie in Einzelgesprächen und in kleinen Gruppen. Im Vordergrund stehen das Gespräch und die therapeutische Beziehung.

Medikamente werden bei Bedarf und nach Absprache mit unseren Patient/-innen eingesetzt. Neben der Schulmedizin nutzen wir auch Verfahren aus Naturheilkunde und Komplementärmedizin. Wie ein Tag bei uns aufgebaut ist, lesen Sie unter Behandlung in der Tagesklinik.

Mit bis zu 25 Behandlungsplätzen ist die Panorama Klinik Berlin eine kleine Klinik, und sie sieht auch nicht aus wie ein Krankenhaus. Alles in unseren Räumen soll dazu beitragen, dass Sie Ängste abbauen können.

Kosten: Privatversicherung, Beihilfe und Selbstzahler


Welche Kosten Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfestelle übernimmt, hängt von Ihrem Tarif und den für Sie geltenden Beihilfevorschriften ab. Vor der Aufnahme sollte deshalb, sofern Sie nicht selbst zahlen, eine Kostenzusage vorliegen.

Den Kontakt zu Ihrer Versicherung übernimmt die Panorama Klinik Berlin für Sie, beim Beihilfeantrag unterstützen wir Sie. Ob ein Eigenanteil bleibt, hängt von Ihrem Tarif ab. Wenn Sie die Behandlung selbst zahlen, besprechen wir die Kosten vorab mit Ihnen.

Wann Sie sich Hilfe holen sollten

Wenn Ihre Beschwerden über Wochen anhalten oder bereits seit Jahren bestehen, Sie Situationen zunehmend meiden oder Ihr Alltag spürbar leidet, ist das ein guter Zeitpunkt für ein klärendes Gespräch. Das gilt unabhängig davon, wie ausgeprägt die Beschwerden subjektiv erscheinen.

Eine Therapie beginnt oft mit einem einzigen Anruf. Mehr braucht es zunächst nicht. Er verpflichtet zu nichts weiter als einem gemeinsamen Gespräch darüber, was als Nächstes sinnvoll ist.

In einer akuten Krise


Wenn es Ihnen jetzt gerade sehr schlecht geht, wenden Sie sich bitte sofort an eine dieser Stellen:

  • Notruf 112 bei Lebensgefahr
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, wenn Arztpraxen geschlossen sind
  • Telefonseelsorge 0800 111 0 111, rund um die Uhr und kostenfrei

Unsere Kliniknummer ist nur werktags tagsüber besetzt und keine Notfallnummer.

Anfahrt nach Wilmersdorf


Die Panorama Klinik Berlin finden Sie in der Badenschen Straße 18, 10715 Berlin. Der U-Bahnhof Berliner Straße (U7 und U9) liegt ganz in der Nähe, der S-Bahnhof Bundesplatz ist gut zu Fuß erreichbar. Eigene Parkplätze für Pkw haben wir leider nicht.

Häufige Fragen zur Traumatherapie


Bin ich krank genug für eine Tagesklinik?

Diese Frage hören wir oft. Wenn Traumafolgen Ihren Alltag, Ihre Arbeit oder Ihre Beziehungen deutlich einschränken und ambulante Stunden nicht mehr reichen, ist ein Gespräch sinnvoll.

Muss ich über alles sprechen, auch in der Gruppe?

Nein. Sie bestimmen mit, was Sie wann erzählen, im Einzelgespräch wie in der Gruppe. Am Anfang geht es meist darum, Sicherheit und Halt zu gewinnen.

Kann ein Trauma auch Jahre später noch behandelt werden?

Ja. Viele Menschen suchen erst Jahre nach dem Ereignis Hilfe, oft weil die Beschwerden erst dann zunehmen. Auch dann lassen sich Traumafolgen behandeln.

Was ist EMDR?

EMDR ist ein Verfahren, bei dem Sie sich an das Erlebnis erinnern, während Ihre Augen einer Bewegung folgen. Bei Erwachsenen mit PTBS ist es als Methode innerhalb eines umfassenden Behandlungskonzepts in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen.

Muss ich mich schämen, weil ich Hilfe brauche?

Nein. Traumafolgen sind eine nachvollziehbare Reaktion auf etwas, das zu viel war. Viele unserer Patienten haben lange gezögert, bevor sie angerufen haben.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Meist innerhalb weniger Tage, manchmal sogar am selben Tag. Rufen Sie uns dafür montags bis freitags zwischen 10 und 15 Uhr an.

Allgemeine Informationen zu Traumafolgen und ihrer Behandlung ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gern persönlich mit Ihnen.

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